Masterplan „Grünes Städtedreieck – Region mit Weitsicht“

02.07.2018 – Nach einem Jahr intensiver Zusammenarbeit liegt er vor: ein Masterplan, der auf das gesamte Grünflächenpotenzial des Bergischen Städtedreiecks schaut, seine Eigenlogik skizziert und Leitthemen für eine Entwicklung aus einem Guss ermittelt. Der Masterplan wurde jetzt vorgestellt.

„34 % der Fläche von Wuppertal ist grün. Wir sind die grünste Stadt Deutschlands“, betonte Wuppertals Oberbürgermeister Andreas Mucke anlässlich der Präsentation des Masterplans. Eine gute Grundlage, um diese Standort-Qualität weiter auszubauen – im regionalen Kontext. 

Denn Grünraumentwicklung kann nicht an den Stadtgrenzen stoppen. Um ökologische, klimatische und Effekte für die Lebensqualität zu erzeugen, muss interkommunal gearbeitet werden. 

Der Vernetzungsansatz sei enorm wichtig, betonte Remscheids Beigeordneter Peter Heinze. Die Region sei durch besondere Grünqualitäten gekennzeichnet. Das Städtedreieck könnte sich als Region über diese besonderen Standortqualitäten nach außen darstellen.

Vor einem Jahr hat das Bergische Städtedreieck den Zuschlag für die Entwicklung einer gemeinsamen „Grünpotenzial-Strategie“ durch die Landesregierung bekommen. Die BSW hatte den Antrag gestellt, bgmr Landschaftsarchitekten Berlin haben den Prozess moderiert. 

570 Kilometer Fließgewässer, eine hügelige Topographie – diese Begabungen machten die Besonderheit der Region aus, so Dr. Carlo Becker von bgmr. Der Masterplan sei der Auftakt für einen gemeinsamen Prozess. Das Bergische Städtedreieck ist durch bewegte Landschaft mit Bergen, Wäldern und Bachläufen geprägt – ein Alleinstellungsmerkmal! Innerhalb der Städte gibt es zahlreiche hügelige Parks und Gärten. In den letzten zehn Jahren sind darüber hinaus neue Verbindungslinien entstanden: Aus ehemaligen Bahntrassen ist ein Netz für aktive Mobilität geworden. Sie geben durch die multifunktionale Nutzung neue Impulse für die Stadtentwicklung. Vernetzte Grünräume haben viele Funktionen: Sie dienen als Freizeitangebot, geben Raum für aktive Mobilität und entlasten damit die Umwelt, sie puffern die Folgen des Klimawandels ab und sind nicht zuletzt wichtiger Standortfaktor. Der gemeinsam entwickelte Masterplan ist ein Handlungsrahmen für eine Stadtgrenzen übergreifende Entwicklung von grüner Infrastruktur. Er folgt drei Leitlinien mit entsprechenden Handlungsfeldern: 

Bewegt – Topographie und Landschaft.
- Aus- und Weitsichten als Alleinstellungsmerkmal profilieren
- Wasser in der Landschaft halten und in einen natürlichen Wasserkreislauf übergeben
- die Wupper erlebbarer machen, mit Wegen und Zugangsmöglichkeiten in den Focus der Menschen rücken

Vielfältig – Stadtgrün und grau-grüne Infrastruktur:
- mehr Grün für Stadtquartiere
- graue Infrastruktur grüner machen
- grüne Lernorte!

Vernetzt – Bewegungsräume und aktive Mobilität:
- Verknüpfung der Bahntrassen untereinander und mit dem Stadtraum
- Entwicklung von Freiflächen und Brachen
- Bewegungsangebote schaffen!

Der Masterplan „Grünes Städtedreieck“ ist als gemeinsame Gesamtperspektive für das Städtedreieck zu verstehen. Und er erhöht die Aussicht auf Fördermittel, zumal er ein schlüssiger, regionaler Handlungsrahmen ist. Die Landesregierung hat den Masterplan und den Prozess ausdrücklich begrüßt.

Projektpartner

Bergisches Städtedreieck: Stadt Remscheid, Stadt Solingen, Stadt Wuppertal, vertreten durch: Bergische Struktur- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH.
Masterplan zum Download

Das Projekt „Regionalmanagement Regionale Entwicklungsbänder ehemalige Bahntrassen und Grüne Infrastruktur im Bergischen Städtedreieck“ wird aus Mitteln der Bund-Länder-Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) gefördert.

Foto: Korinna Zeumer (NRW Wirtschaftsministerium), Andreas Mucke, Peter Heinze, Uta Schneider, Geschäftsführerin BSW.

Foto: K. Malis

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