Kommunale Arbeitsgemeinschaft e.V. Bergisch Land: Bündnis mit Geschichte und Zukunft

01.04.2019 – „Im künftigen Europa der Regionen wird ihre Bedeutung noch wichtiger sein“, sagte vor vielen Jahren der damalige Bundespräsident Johannes Rau zur Kommunalen Arbeitsgemeinschaft Bergisch Land e.V. (KAG). 1949 Jahren haben sich die Städte Remscheid, Solingen und Wuppertal, Leverkusen, der Kreis Mettmann, der Oberbergische Kreis und der Rheinisch-Bergische Kreis zur KAG zusammengeschlossen. Gastmitglied ist die Stadt Düsseldorf. Der Grundgedanke: Sich gemeinsam als Region sichtbarer machen, über die Parteigrenzen hinweg – auch im Wettstreit der angrenzenden Ballungsräume. Mit dieser Kooperation wird die bergische Gebietskulisse größer, wahrnehmbarer und die Region wird schlagkräftiger.

Erneuerung

Die KAG als politische Interessenvertretung der Region Bergisch Land hat sich 2016 neu aufgestellt. Im Frühjahr 2016 tagten sowohl KAG-Vorstand als auch die Mitgliederversammlung. Der Beschluss: Das Instrument der KAG soll zukünftig für ein geschlossenes politisches Auftreten wieder aktiver genutzt werden. „Nachdem wir die letzten Jahre noch einmal rekapituliert haben, wollen wir jetzt den Grundgedanken des regionalen Auftretens wieder neu aufleben lassen“, so der damalige KAG-Vorstandsvorsitzende Landrat Dr. Hermann-Josef Tebroke (Rheinisch-Bergischer Kreis). Die Gremien übertrugen der Bergischen Struktur- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH die Geschäftsführung der KAG.

Zudem wurden die Themenfelder definiert, zu denen im Rahmen der KAG Austausch stattfinden soll: Bildung, Wirtschaft, Tourismus, Kultur, Kommunikation von beispielhaften Projekten.

Im Januar 2017 fand dann das erste Parlamentariertreffen in der neuen Phase auf Schloss Burg statt. Vorgestellt wurden da auch ein neues Erscheinungsbild und der neue Webauftritt. www.kag-bergisch-land.de

Erste Themenrunden

Wie wird die Kooperation organisiert? Viermal im Jahr treffen sich die Landräte und Oberbürgermeister im KAG-Vorstand zu einem thematischen Austausch. Die jährlich stattfindenden Mitgliederversammlungen finden an jeweils anderen Orten statt.

In zwei Fachforen wurde bisher thematischer Input organisiert.

Tourismus: Im September 2017 fanden die touristischen Akteure im Bergischen Land in einem Forum in Leverkusen zusammen. Mehr Austausch, mehr Kooperation, mehr Ziehen an einem Strang – das war die Verabredung aller Beteiligten aus dieser Veranstaltung. Denn das, was das Bergische zu bieten hat, liegt genau im Trend: das Naturerlebnis. So ist es naheliegend, die Möglichkeiten für den Tourismus in der Region mit vereinten Kräften auszuschöpfen.

Mobilität: Im Herbst 2018 tauschten sich die KAG-Mitglieder zum Thema Mobilität aus und informierten sich gemeinsam über neueste Ansätze. Denn funktionierende Mobilität über Stadtgrenzen hinweg ist nicht nur ein anspruchsvolles Zukunftsthema, sondern eine Herausforderung der Kommunen und Kreise, Großstädte und Umland am effektivsten gemeinsam begegnen. Nachhaltige Mobilitätsentwicklung muss zum gemeinsamen Ziel überregionaler Kooperationen werden. Die Erkenntnisse des Fachforums Mobilität werden in zukünftige Planungen und politische Entscheidungen einfließen.

Altenberger Erklärung

Um die weitere Kooperation zu stärken und den gemeinsamen Willen dazu zu hinterlegen und zu besiegeln, wird im Rahmen des Parlamentariertreffens eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet. Die Altenberger Erklärung ist eine gute Grundlage, um sich gemeinsam aktuellen Herausforderungen zu stellen: u.a. zeitgemäße Mobilitätsangebote, Schaffung von Wohnraum, digitaler Strukturwandel.

„Mit der Altenberger Erklärung haben wir verschriftlicht, was uns alle eigentlich schon lange beschäftigt: das gemeinsame Engagement für das Bergische Land. Die Kooperation in der KAG hat damit noch einmal neues Gewicht und eine neue Perspektive bekommen“, so Uwe Richrath, Vorsitzender der KAG und Oberbürgermeister der Stadt Leverkusen.

Uta Schneider, BSW: „Bündnisse sind wichtig für das Bergische Land, Bündnisse helfen, gemeinsam stark zu sein, sichtbar zu werden, sich auszutauschen. Die Zusammenarbeit stärkt unsere regionalen Themen und mögliche Projekte“.

Weiterführende Dokumente

AltenbergerErklaerung.pdf572 K
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