Austausch mit Japan – Erkenntnisse auch für das Bergische Städtedreieck

23.10.2018 – Es war ein gegenseitiges Kennenlernen letzte Woche in Japan: Der Standort Nordrhein-Westfalen stellte sich Wirtschaft, Vertretern von Forschung und Regierungsstellen in Japan vor – die Delegation aus NRW lernte vor Ort Unternehmen und Innnovationstrends kennen. Unter der Leitung des Ministers für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen, Prof. Dr. Andreas Pinkwart bereiste eine 25-köpfige NRW-Delegation Tokyo, Fukushima, Kyoto und Osaka.

„Es war eine sehr konzentrierte Reise mit einem eng getakteten Programm und einer Vielzahl von Eindrücken, die wir hier bei uns und in Kooperation mit dem Ministerium auswerten werden“, beschreibt Stephan A. Vogelskamp, Geschäftsführer der Bergischen Struktur- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH seine Eindrücke.

Elektromobilität stand im Zentrum des Austausches auf dem German-Japanese-Smart-Mobility-Symposium zum Auftakt der Reise. Minister Pinkwart betonte auf der Veranstaltung, NRW mit Partnern aus Japan zum führenden Elektromobilitätsstandort in Europa weiterentwickeln zu wollen. Themen waren unter anderem der Ausbau der Ladeinfrastruktur, Autonomes Fahren, innovative Geschäftsmodelle und neue Fertigungskonzepte. In Gesprächsrunden mit japanischen Unternehmen ging es zudem um konkrete Möglichkeiten der Kooperation mit der Automobilindustrie.

Alle diese Themen und Kontakte sind auch für den Standort Bergisches Städtedreieck mit allein 250 Automotive-Zulieferern wichtig. Die Unternehmen müssen sich mit ihrer Produktion an die Erfordernisse des zukünftigen Markts anpassen. Die Studie, die die Bergische Universität Wuppertal und die BSW durch Förderung des Wirtschaftsministers auf den Weg gebracht haben, belegt die Notwendigkeit einer entsprechenden Ausrichtung. Direkte Kontakte mit Unternehmen und Forschung – auch in Japan – sind für Kooperationen und die Stabilität des Automotive-Standorts Bergisches Städtedreieck von entsprechender Bedeutung.

Klimaschonende Mobilität mit Elektroantrieben - das wird auch die Hersteller im Bergischen zukünftig beschäftigen, ebenso wie Autonomes Fahren. „Wenn man das durch den AKW-Störfall verseuchte Gebiet in Fukushima und den zeitweisen Smog in Tokyo sieht“, so Stephan A. Vogelskamp, „kann man nicht verstehen, dass es noch irgendeinen Zweifel an der Notwendigkeit einer weltweiten Energie- und Mobilitätswende geben kann. Der Austausch zu unseren Ideen und Ansätzen im Bereich Automotive mit der japanischen Seite war hierzu schon sehr beeindruckend“.

Einzelne Kooperationsideen im Hinblick auf eine mögliche EXPO 2025 OSAKA wurden mit NRW.International bereits andiskutiert.

Foto: Minister Pinkwart, Petra Wassner, Geschäftsführerin NRW.INVEST GmbH, Stephan A. Vogelskamp, BSW in Kyoto. Foto: M. Kietzmann, MWIDE


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