13. Bergisches Qualitätsforum

18.06.2019 – Neue Din-Normen, neue Erfordernisse an Prozesse und Produkte – damit befasste sich im Juni das 13. Bergische Qualitätsforum an der Bergischen Universität Wuppertal. Unternehmer und Forschung fanden in dieser alle zwei Jahre stattfindenden Bergischen Konferenz zueinander.

Organisiert wurde sie auch in diesem Jahr vom Fachgebiet Produktsicherheit und Qualität an der Bergischen Universität. „Der Umgang mit dem Thema Qualität hat Tradition in unserer Region. Die Konferenz ist ein Baustein dafür, die Qualität weiter zu tragen, wir haben einen sehr guten Ruf zu erhalten“, erklärt Nadine Schlüter vom Fachgebiet, die die Konferenz zusammen mit IQZ, der Deutschen Gesellschaft für Qualität (DGQ) und der BSW organisiert hat.

2015/16 wurden einige Normen – so die 9000er - neu aufgelegt. Die 9001 ist die Norm für das Qualitätsmanagement hinsichtlich Nachhaltigkeit, Zeit und Kosten. Neu ist dabei der Trend der Agilität. Produktionssysteme werden immer komplexer. Treten hier Störungen auf, kann man nicht linear nach Plan arbeiten, sondern muss von vielen Seiten her den Prozess betrachten. Das bedeutet zeitgleiches agil organisiertes Arbeiten mit mehreren Fachkräften.

Um Best Practice Beispiele für die rund 100 Teilnehmer ging es bei der Neuauflage der Norm IATF. Die berührt auch den Themenbereich Automotive. Vorträge und Sessions lieferten neue Erkenntnisse. Wie geht man hier mit Fehlern um? Es zeigte sich, dass es noch viele Stolperfallen und Unklarheiten in diesem Bereich gibt.

Die ISO 50001 war ein weiterer wichtiger Konferenzgegenstand. Hier geht es um Energieverbrauch. Der Trend geht dahin, einzelne Managements integriert zu sehen. „Im Städtedreieck haben wir dazu viele Player und Initiativen, sie alle zum Qualitätsmanagement zusammenzubringen, war ein weiterer Impuls aus der Veranstaltung“, so Nadine Schlüter.

Bestandteil des Qualitätsforums war auch in diesem Jahr eine begleitende Ausstellung. Die Ausstellergebühren fließen in die Co-Finanzierung von zwei Deutschlandstipendien für besonders begabte Studierende, die sich dem Qualitätsingenieurwesen widmen wollen.

Offizieller Gastgeber der Konferenz war in diesem Jahr die Forschungsgemeinschaft Werkzeuge (FGW), Unterstützerin war die Energieagentur NRW.