Zukunftskonzept

"Zwischen Rhein und Wupper: zusammen-wachsen"

Eine Stunde pro Tag mehr Lebenszeit. Für jeden. Durch eine neue Nähe von Stadt und Land, von Wohnen, Arbeiten und Freizeit & Erholung. Das ist das gemeinsame Ziel von 18 Kommunen und einem Kreis, die am Rhein und an der Wupper liegen. Der Kooperationsraum von Leverkusen bis Velbert und Düsseldorf bis Hückeswagen ist historisch mit gemeinsamen Wurzeln verbunden und aktuell eng verflochten – und mittendrin liegt das Bergische Städtedreieck mit Remscheid, Solingen und Wuppertal. Hier wohnen 2 Millionen Menschen, die ihr Leben ganz selbstverständlich über Stadtgrenzen hinweg in der Region organisieren.

Um diese Lebensqualität in die Zukunft zu tragen, müssen besonders zwei aktuelle Entwicklungen gemeinsam gestaltet werden: 

Diese Region wächst! Entgegen der Prognosen nehmen die Bevölkerungszahlen wieder zu – nach der Rheinschiene nun auch in den Kommunen im Bergischen Land. Es wird neuer, bezahlbarer und  adäquater Wohnraum gebraucht, im urbanen wie ländlichen Raum.

Ebenso werden neue Lösungen für eine zeitgemäße, verträgliche Mobilität benötigt, die helfen, die Pole des Alltagslebens – Wohnen, Job/ Schule, Naherholung & Freizeit – reibungslos miteinander zu verbinden. Teures Wohnen in der Stadt, günstiges Leben auf dem Land mit unzureichender infrastruktureller Versorgung und dazwischen zeitfressende ökologisch bedenkliche Pendlerströme – es ist das gemeinsame Ziel, eine Entwicklung auf den Weg zu bringen, die gegensteuert: „Zwischen Rhein und Wupper: zusammen – wachsen“ ist der Titel des gemeinsamen Prozesses und des gemeinsamen Ziels.

Schon jetzt ist ein erstes – vielleicht das wichtigste - Ziel erreicht, auch wenn der Zusammenschluss der Kommunen erst wenige Monate alt ist. Ein neuer Kooperationsverbund ist entstanden – in relativ kurzer Zeit, mit intensivster Zusammenarbeit und einer Menge von Projektansätzen. Und vor allem: Die Kooperation ist nicht nur effektiv, sondern geprägt von einer kooperativ-freundschaftlichen, Mut machenden Atmosphäre – wichtigster Baustein für eine langfristige Zusammenarbeit.

So konnte eine räumlich und thematisch integrierte Betrachtung und Bearbeitung des Raumes gelingen. Neue Planungs- und Denkweisen sind entstanden. Wie wäre es also, wenn es eine interkommunale Planung von neuem Wohnraum und entsprechender Infrastruktur gibt? Oder ganz einfach einen Rhein-Wupper-Verkehrsverbund? Oder noch anders: Einen Radschnellweg zwischen Düsseldorf und Duisburg und dem Bergischen Städtedreieck?

Als drei erste Pilotprojekte sind eine Städtebahnstudie, die Einrichtung eines Work-Life-Balance-Modellquartiers und ein Rheinisch-Bergischer Radrundweg angedacht. Sie werden in den kommenden Monaten weiter entwickelt. Mit diesen Ideen geht es in die nächste Phase der Zusammenarbeit, die Strukturen der Kooperation und eine Konkretisierung des Zukunftskonzeptes definieren soll. Großer politischer Meilenstein wird dafür die am 13. Oktober 2017 stattfindende Regionalkonferenz sein, um den Prozess auch in die Politik und eine breitere Öffentlichkeit zu tragen.

Die Arbeit des Kooperationsverbundes wird unterstützt durch Mittel des Landes Nordrhein-Westfalen. Schon im September 2016 hatten sich die Kommunen und Kreise zusammengeschlossen, um sich mit einem gemeinsamen Konzept um eine Förderung im Rahmen des Projektaufrufes „StadtUmland.NRW“ zu bewerben. Mit Erfolg! Im Mai 2017 wurde das vom Verbund „Zwischen Rhein und Wupper: zusammen – wachsen“ eingereichte Konzept von der Jury als eines der drei besten Konzepte „mit besonderem Vorbildcharakter für NRW“ ausgezeichnet.

Den gesamten Prozess von Bewerbung und der Erarbeitung von Projektskizzen hat die Bergische Struktur- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH (BSW) mit Sitz in Solingen koordiniert. Die drei Städte Remscheid, Solingen und Wuppertal sind Gesellschafter der BSW. Mit dem Zukunftskonzept liegt die Grundlage der gemeinsamen Entwicklung für die nächsten Jahre vor.

 

 

Daten und  Fakten

Laufzeit

Mitte 2016 bis Ende 2017, danach Eigenfinanzierung

Projektträger / Federführung

Bergische Struktur- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH

Meilensteine

06 / 2016: Aufruf des Landes StadtUmland.NRW
Sommer 2016: Erarbeitung der Bewerbung StadtUmland "Zwischen Rhein und Wupper: zusammen - wachsen" mit Neubegründung des Kooperationsraums
09 / 2016: Abgabe der Bewerbung 1. Phase und positive Juryentscheidung
ab 10 / 2016: Aufbau der Arbeitsstruktur des Bündnisses
ab 01 / 2017: Erarbeitung Zukunftskonzept
04 / 2017: Abgabe Zukunftskonzept
05 / 2017: Juryentscheidung
ab 06 / 2017: Veröffentlichung, Konkretisierung und politische Beteiligung
10 / 2017: 1. Regionalkonferenz: "Planung trifft Politik"

Projektpartner 

Burscheid, Düsseldorf, Erkrath, Haan, Heiligenhaus, Hilden, Hückeswagen, Langenfeld, Leverkusen, Mettmann, Monheim am Rhein, Ratingen, Remscheid, Solingen,Velbert, Wermelskirchen, Wülfrath, Wuppertal sowie der Kreis Mettmann.

Ansprechpartnerin BSW


Mirjam Köblitz

0212 / 88 16 06 - 84
koeblitz[at]bergische-gesellschaft.de

Gesamtkostenvolumen

200 000 Euro

Finanzierung

Prämie im Rahmen des Aufrufes StadtUmland.NRW

Weitere Informationen

Film zum Projekt: https://vimeo.com/212764385

Auf der u.a. Website stehen sowohl Lang- als auch Kurzversion des Zukunftskonzeptes zum Download bereit:
http://rhein-wupper.nrw/zukunftskonzept/dokumentation_wettbewerbsbeitr.html

 

 

 

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