Regionales Innovationsnetzwerk

Mobilität und Alter

Im Frühjahr 2017 fiel der Startschuss für das „Regionale Innovationsnetzwerk Demografischer Wandel und Verkehrsraum der Zukunft, kurz ‚RIN Mobilität und Alter‘. Worum geht es dabei?

Folgende Überlegungen vorab: Was ist, wenn der ältere Herr aus Solingen zum Arzt nach Wuppertal fahren muss, aber einfach nicht mit dem modernen Fahrkartenautomat zurechtkommt? Was ist, wenn die alte Dame von nebenan den Enkel vom Bahnhof abholen möchte, aber ihr das Buchen eines PKW aus einem Car-Sharing-Pool nicht gelingt, weil sie das elektronische Buchen überfordert? Oder einfacher: Was ist, wenn Menschen mit altersbedingtem Handicap die Stufen ins Fahrzeug nicht mehr bewältigen können?

Mobilität ändert sich: Intelligente Fahrerassistenzsysteme, Elektroautos und unterschiedlichste Angebote an Sharing-Diensten sorgen für ein sich änderndes Mobilitätsverhalten. Bislang werden die Neuerungen vorwiegend von jüngeren Menschen genutzt, denn die Akzeptanz fehlt bei den Älteren. Dafür gibt es zahlreiche  Erklärungen: Probleme bei der Bedienung, fehlendes Vertrauen in die Technik und grundlegende Verständnisprobleme sind nur einige Gründe für die geringe Nutzung der innovativen Mobilitätslösungen.

Hier setzt das RIN-Projekt an: Es sollen alle Akteure (Forscher, Unternehmer, Entwickler, Zielgruppen) vernetzt werden, die an der Gestaltung des Verkehrsraums der Zukunft beteiligt sind, damit bedarfsgerechte und nachhaltige Mobilitätslösungen für die Region Bergisches Städtedreieck entwickelt werden können. Das Projekt nimmt Kontakt zu Nutzergruppen auf, zum Beispiel auf dem Rollatorentag in Remscheid im Sommer 2017. Zudem soll eine Studie erarbeitet werden, die zeigt, wie die neuen Technologien Älteren und Mobilitätseingeschränkten im Bergischen Städtedreieck von Nutzen sein können.

Gefördert wird das Projekt durch Mittel des Landes NRW, des ehemaligen Ministeriums für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie NRW, derzeit ist das Projekt dem Ministerium für Kultur und Wissenschaft NRW zugeordnet. Gesucht wurden Ideen und Konzepte zu regionalen Fragestellungen entlang der großen gesellschaftlichen Herausforderungen wie Klimaschutz, Energieversorgung, demographischer Wandel, Sicherheit und Teilhabe. So erhielt die Projektskizze aus dem Bergischen Städtedreieck zum Thema „Mobilität im Alter“ den Zuschlag. Die Federführung zum Aufbau des regionalen Innovationsnetzwerks liegt bei der Bergischen Universität Wuppertal.

 

Daten und  Fakten

Laufzeit

01.01.17 bis 28.02.18

Projektträger

Bergische Universität Wuppertal

Projektpartner

Bergische Struktur- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH

Ansprechpartnerin

Anne Gebuhr
0212 / 88 16 06 - 86
gebuhr[@]bergische-gesellschaft.de

 

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