KWKHOCH3

Das Bergische Städtedreieck ist KWK-Modellkommune

Grundlegendes Ziel des Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetzes (KWK-Gesetz) ist, bis 2020 25 Prozent des Stroms auf Grundlage von Kraft-Wärme-Kopplung zu erzeugen, um mit dieser zukunftsorientierten Form der Energieumwandlung eine Brücke in das Zeitalter der Erneuerbaren Energien zu schlagen. Der Projektaufruf „KWK-Modellkommune 2012-2017“ des Landes NRW bezog sich auf dieses Ausbauziel und suchte nach Kommunen, die innovative Konzepte ausarbeiten, die beispielhaft auf andere Kommunen in NRW übertragbar sind und zugleich den KWK-erzeugten Strom in der jeweiligen Kommune signifikant erhöhen. Insgesamt stellt das Land 25 Millionen Euro für den Wettbewerb und dessen Umsetzung bereit.

Der Landeswettbewerb war dabei in drei Phasen untergliedert:

Bis Januar 2013 konnten interessierte Kommunen in einer ersten Phase ein Grobkonzept zur Steigerung des KWK-Anteils an der Stromerzeugung erstellen.

Eine Jury wählte im Mai 2013 von 51 eingereichten Bewerbungen 21 Grobkonzepte aus 20 Kommunen zur Förderung eines Feinkonzepts aus. Das Bergische Städtedreieck war als einzige Region Preisträger der ersten Phase, was ein herausragendes Alleinstellungsmerkmal bildet. Das Grobkonzept wurde gemeinsam von den Städten Remscheid, Solingen und Wuppertal, den lokalen Stadtwerken, der Bergischen Universität Wuppertal, der GEWAG Wohnungsaktiengesellschaft, der Kreishandwerkerschaft Remscheid, dem Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie GmbH, dem Bergischen Institut für Produktentwicklung und Innovationsmanagement, der Neuen Effizienz und der Bergischen Entwicklungsagentur erstellt.

Die zweite Phase des Wettbewerbs – die Erstellung eines Feinkonzeptes – lief bis Ende März 2014. Aus den eingereichten Arbeiten wurden seitens einer Jury die Kommunen ausgewählt, die auch eine Förderung der operativen Umsetzung (circa 20 Millionen Euro für alle Konzepte) erhalten. Mit der Erstellung des Feinkonzeptes hatten die drei Städte die EEB ENERKO Energiewirtschaftliche Beratung GmbH, Aldenhoven / Berlin, gemeinsam mit complan Kommunalberatung GmbH, Potsdam, beauftragt.

Im Juni 2014 wurden das Bergische Städtedreieck von der Fachjury zu einer der insgesamt sechs KWK-Modellkommunen in Nordrhein-Westfalen gekürt und erhalten damit jetzt in der dritten Phase des Wettbewerbs Fördermittel für die operative Umsetzung des Konzeptes.

Der Bergische Ansatz KWKhoch³ hat die offensichtlich vorhandenen Hemmnisse für den Einsatz von KWK-Anlagen identifiziert, Lösungsansätze hierzu aufgezeigt und die Akzeptanz und die Anwendung der KWK erhöht. Vor allem verfahrenstechnische, kommunikative, finanztechnische und rechtliche Rahmenbedingungen wurden hierbei betrachtet und in verschiedenen KWK-relevanten Raumkategorien (Gemengelagen, Gewerbegebiete, EFH- und MFH-Gebiete usw.) analysiert. Die hieraus erstellten Methodenkoffer sowie die Kategorienvielfalt ermöglichen eine herausragende Übertragbarkeit auf ganz NRW.

Daten und Fakten

Laufzeit

Seit Oktober 2012

Meilensteine

2012 Beginn des Wettbewerbs „KWK-Modellkommune 2012 – 2017“
2013 Erfolgreiche Teilnahme an der 1. Phase des Wettbewerbs mit dem Grobkonzept „KWKhoch3“
2013 Beginn der zweiten Phase und Erstellung des Feinkonzeptes „KWKhoch3“
2014 Ende der zweiten Phase, Auszeichnung des Bergischen Städtedreiecks als KWK-Modellkommune

Förderzugang

Die Erstellung des Feinkonzeptes inklusive Anlagenband erfolgte im Rahmen des aus dem EFRE kofinanzierten Operationellen Programm für NRW im Ziel „Regionale Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung" 2007- 2013.

Förderung im Rahmen des Programms „Rationale Energieverwendung,
regenerative Energien und Energiesparen; progres.nrw, Programmbereich Innovation" und des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE),
Ziel 2 Programm 2007-2013, Phase VI
KWK Modellkommune, Phase 2 Feinkonzepterstellung
Aktenzeichen: 64.65.69-KWK-1031
Zuwendungsbescheid vom 31.7.2013

Projektträger / Federführung

Stadt Solingen
Projektkoordination: Bergische Struktur- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH
Projektpartner: Stadt Remscheid, Stadt Wuppertal

Weitere Informationen

1.   Regionales Grobkonzept Kraft-Wärme-Kopplung
2.   Regionales Feinkonzept Kraft-Wärme-Kopplung

 

Abbildung: EEB Enerko

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