Wie steht es um die Automotive-Region Bergisches Städtedreieck?

08.05.2018 – Fast ein Drittel aller Automobilzulieferer Nordrhein-Westfalens sind in dem Dreieck Wuppertal, Solingen und Remscheid angesiedelt. Wie sieht für sie die Zukunft aus? Eine erste Studie hat die Auswirkungen der Trends Elektromobilität und autonomes Fahren ausgelotet.

Es geht um die Weiterentwicklung eines Standortes mit hauptsächlich kleinen und mittleren Unternehmen. Sie brauchen Support, wenn sie den Wandel zur Neuen Mobilität mitgestalten wollen. Daher hat das nordrhein-westfälische Wirtschaftsministerium eine Studie finanziert, die den Standort analysiert und Perspektiven und Handlungsbedarfe für die Region ermittelt. Erstellt haben diese Studie die Bergische Struktur- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH und die Bergische Universität Wuppertal.

Die Trends
Ab 2025 wird sich Elektromobilität in der Breite durchsetzen, ab 2030 wird voraussichtlich das autonome Fahren Realität. Da in China und in Teilen der USA schnelle Entwicklungen im Bereich der Neuen Mobilität zu erwarten sind, gilt es besonders im Städtedreieck die Branche auf die Zukunft vorzubereiten.

Erste Ergebnisse
Im Städtedreieck werden keine Endprodukte hergestellt. Es handelt sich um Zulieferbetriebe. Ein Teil der Unternehmen gehört zu den Systemherstellern, ein weiterer Teil gehört zur Gruppe der Teilehersteller, und die meisten Unternehmen sind Materialhersteller.

Die Zulieferer gehören schwerpunktmäßig zu den Bereichen Elektrik, Elektronik, Karosserie, Interieur und Exterieur. Für eine neue Mobilität, die durch Elektroautos, autonomes Fahren und Schwarmmobilität gekennzeichnet sein wird, werden die bergischen Zulieferer weiterhin gefragt sein. Sie bringen die besten Voraussetzungen mit sich, ihre Produkte an die Erfordernisse des zukünftigen Marktes anzupassen. Denn sie sind weniger im Bereich Antrieb als vielmehr im Bereich Ausstattung aktiv. Trotzdem muss die Weiterentwicklung der Unternehmen organisiert werden.

Finale Ergebnisse
Die Studie und die enthaltenen Empfehlungen werden derzeit von der Landesregierung geprüft. Eine Besonderheit: Die bergischen Unternehmer engagieren sich in zahlreichen Netzwerken – eine gute Grundlage für ein Automotive-Cluster, in dem diese und andere Aktivitäten gebündelt werden, um den Standort für die Erfordernisse der Neuen Mobilität zu rüsten. Ein Clustermanagement könnte zukünftig Innovations-, Digitalisierungs-, Ansiedlungs- und Kommunikationsmanagement leisten. Im Spätsommer wird mit der Entscheidung der Landesregierung gerechnet.

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