Nah dran an den Unternehmen...

11.01.2017 – Halbzeit im Wintersemester 2016/17 und damit Halbzeit bei den Studierenden, die sich für das Wahlfach Sondermaschinenbau an der Bergischen Universität entschieden haben. Zeit, einmal Zwischenbilanz zu ziehen. Das Besondere: Die Dozenten sind Unternehmer in der Region, Unternehmer, die selbst im Maschinenbau tätig sind.

Die Idee zu diesem speziellen Vorlesungsangebot wurde im Maschinenbau-Netzwerk Bergisch Land in Zusammenarbeit mit der Bergischen Universität Wuppertal geboren. Fünf Sondermaschinenentwickler – Global C GmbH, Wafios AG, Cleo GmbH, Heinz Berger Maschinenfabrik GmbH  Co. KG und K.A. Schmersal GmbH & Co. KG – sind an dem Projekt beteiligt. Sie alle gehören dem Maschinenbaunetzwerk an. Seit 2013 gibt es diesen Zusammenschluss aus mehr als 20 unterschiedlichen Unternehmen aus den Bereichen, Maschinenbau, Werkzeugbau, Metallverarbeitung. Sie tauschen sich aus, kooperieren beim Austausch von Fachkräften und bilden gemeinsam aus. Seit diesem Semester auch an der Universität.

Die Studierenden lernen dort beispielsweise den Aufbau einer Sondermaschine, ihre Berechnung, Auslegung, die zugrunde liegenden gesetzlichen Grundlagen und das Projektmanagement im Bereich Sondermaschinenbau. 20 junge Menschen haben den Weg in dieses Wahlfach eingeschlagen, sie haben bereits die ersten fünf Semester hinter sich und bringen somit das Grundlagenwissen mit. Die Begegnung von Studierenden und Unternehmern in diesem Kontext sei für beide Seiten interessant, betont Prof. Dr. Peter Gust von der Fakultät Maschinenbau und Sicherheitstechnik, Leiter des Lehrstuhls Konstruktion. Während einerseits für Studierende das Wahlfach praxisnahe Einblicke in den Sondermaschinenbau bietet und sich Möglichkeiten für Abschlussarbeiten nahe an Problemstellungen in der Unternehmensrealität ergeben würden, so könnten Unternehmer andererseits auch schon einmal einen Blick auf den Fachkräfte-Nachwuchs werfen. Möglicherweise ergeben sich daraus später handfeste Arbeitsverhältnisse.

Bei dieser Vorlesungsreihe geht es um Spezialansprüche der Unternehmen im Sondermaschinenbau. Dozenten sind die Geschäftsführer bzw. die Technischen Leiter der Unternehmen. Sie haben sich die Inhalte untereinander aufgeteilt: Die Reihe startet mit Funktionen und Komponenten (Achsen, Steuerung, Antriebe) von Maschinen zum Aufbau einer Sondermaschine, sie widmet sich dem Maschinengestell, der Steuerung – u.a. Pneumatik und Linear-/ Servomotoren – der Greiftechnik und Robotik und nicht zuletzt dem Produkthaftungsgesetz.

Aus all den praxisnahen Informationen an 15 Vorlesungstagen setzt sich auch der Input für eine Hausarbeit zusammen: Aufgabe ist, eine kleine Sondermaschine zu entwickeln. Ziel ist die Entwicklung einer Transfereinheit für Kreissägeblätter: Sie sollen in ein Laugenbad transportiert und gereinigt werden und mittels einer Sensorik einer Qualitätskontrolle unterzogen werden.

Übrigens sind zumindest bis jetzt alle 20 Studierenden dabei geblieben. Für das nächste Wintersemester ist daher eine Neuauflage des Wahlfachs Sondermaschinenbau geplant.

 

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