Gemeinsam auf dem Weg zum Welterbe

27.10.2017 – Fünf beeindruckende Großbogenbrücken in vier Ländern Europas - jede eine technische Meisterleistung, alle aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts und bis heute erhalten. Jetzt sollen sie gemeinsam zum Weltkulturerbe werden. Mit dabei: Die Müngstener Brücke im Bergischen Städtedreieck.

Die anderen Brücken: "Ponte Dom Luis I" und "Ponte Maria Pia" in Portugal, das "Viaduc de Garabit" in Frankreich und die "Ponte San Michele" in Norditalien.

Jede dieser Brücken war damals Stolz der jeweiligen Nation. Heute erkennen wir vor allem die Verbindung: Die fünf Großbrücken sind konstruktiv eng miteinander verwandt und veranschaulichen, wie sich im 19. Jahrhundert Techniken entwickelt haben, die für den modernen Großbrückenbau wegweisend sind.

Der Beginn einer europäischen Kooperation

Die Initiative ist einzigartig: Partner aus vier Ländern Europas engagieren sich gemeinsam, um eine gemeinschaftliche Bewerbung als "transnationales serielles UNESCO-Welterbe" auf den Weg zu bringen. Der Startschuss fiel bei einem Fachkongresse Ende Oktober in Haus Müngsten. Dort unterzeichneten die Oberbürgermeister der drei bergischen Großstädte Remscheid, Solingen und Wuppertal und ihre Amtskollegen aus Italien, Frankreich und Portugal, ein gemeinsames "Memorandum of Understanding". 

Gemeinsam wollen sie sich dafür stark machen, dass die Großbogenbrücken, die an ihren jeweiligen Standorten seit Jahrzehnten Verbindung schaffen, für kommende Generationen erhalten bleiben. Zugleich soll der gemeinsamen Weg aber auch der Beginn einer engen Kooperation sein, der die Verbindung zwischen den einzelnen europäischen Kommunen und Ländern stärkt und festigt. Auf diese Weise trägt die Bewerbung zur interkulturellen Völkerverständigung bei.

Damastmesser von Franz Güde GmbH

Suche