„Digitalisierung- Herausforderungen und Chancen für das Bergische Land“

21.11.2017 – So lautete der Titel des 4. Bergischen Bildungs- und Innovationskongresses, der am 20. November 2017 in Remscheid stattfand. Die Begegnung von Wissenschaft und Wirtschaft, der Transfer zwischen Unternehmen und Universität im Städtedreieck findet alle zwei Jahre im Rahmen eines solchen Kongresses zu den jeweils aktuellen Themen statt. Ansonsten findet der Transfer im Städtedreieck permanent statt: So bietet die Uni mit dem Innovationsatlas eine Datenbank an, die listet, wer zu welchem auch für Unternehmen aus der Region interessanten Thema forscht – um nur ein Beispiel zu nennen.

Das Thema Digitalisierung beschäftigt viele Unternehmer. Sie wird Auswirkungen auf Denkweisen und Produktionsformen haben, ebenso auf die gesamte Arbeitswelt. Es sei viel versäumt worden in Sachen Digitalisierung, so der Rektor der Bergischen Universität Wuppertal, Prof. Dr. Lambert Koch auf dem Kongress. Und es sei wichtig, die Sache jetzt selbst in die Hand zu nehmen.

Prominenter Gast der Veranstaltung war der Minister für Wirtschaft, Innovation Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen, Prof. Dr. Andreas Pinkwart: Beim Thema Digitalisierung sei es enorm wichtig, dass Hochschulen und Wirtschaft eng zusammenarbeiteten, wozu im Bergischen Städtedreieck bereits sehr gute Ansätze vorhanden seien. „Wir unterstützen Sie“, versprach der Minister. Wichtig sei, dass die Hochschulen in den Austausch gehen, Lernen zur Digitalisierung sollte nicht konsekutiv, sondern parallel erfolgen. Es bleibe noch viel zu tun, etwa beim Ausbau der Glasfaserleitungen.

Prof. Dr. Klemens Skibicki von der Cologne Business Business School Köln appellierte in seinem Referat zudem, sich von alten Denkmustern zu trennen. Sie würden bei den Möglichkeiten, die Digitalisierung bieten würde, nicht ausreichen, um Kontexte und Chancen zu erkennen. Wertschöpfung zum Beispiel liege gar nicht mehr in anfassbaren Produkten, sondern beim Service-Aspekt. Das meiste Geld heutzutage würde nicht mehr bei physischen Produkten, sondern bei komplexen Angeboten für User gemacht werden – wie bei sozialen Plattformen zu Beispiel.

In drei Workshops tauschten sich die Teilnehmer über die Möglichkeiten aus, die sich aus der digitalen Transformation für die Bereiche Produktion, Gründungen sowie die Automotive-Branche ergeben.

Der Kongress wurde durchgeführt vom Bergischen Transferbündnis, bestehend aus der Industrie- und Handelskammer Wuppertal-Solingen-Remscheid, der Bergischen Universität, der Bergischen Struktur- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft und den Technologiezentren Wuppertal und Solingen.

Foto: (v.l.) Solingens OB Tim Kurzbach, Anke Kahl, Prorektorin der Uni Wuppertal, Prof. Dr. Klemens Skibicki von der Cologne Business School, Remscheids OB Burkhard Mast-Weisz, IHK-Hauptgeschäftsführer Michael Wenge, NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart, Landtagsabgeordneter Bodo Middeldorf (FDP), Uni-Rektor Lambert T. Koch und Stephan A. Vogelskamp, Geschäftsführer der Bergischen Struktur- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft.
Foto: Gunnar Bäldle

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