Das Bergische Städtedreieck auf dem Weg zur Fahrradregion

01.04.2014 – Über 30 Teilnehmer haben am gestrigen Montagabend die Veranstaltung „Qualität im Fahrradtourismus“ bei der Bergischen Entwicklungsagentur (BEA) besucht. Sie richtete sich insbesondere an touristische Leistungsträger entlang der Trassen, wie Gastronomen, Hotels und Fahrradhändler. Im Fokus standen die besonderen Bedürfnisse der Zielgruppe Radfahrer. Eins wurde durch die Fachvorträge und den anschließenden Erfahrungsaustausch deutlich: Eine Vernetzung der unterschiedlichen Akteure aus dem Tourismusbereich ist auf dem Weg zur erfolgreichen Fahrradregion unerlässlich.


Wie es gelingt, als Fahrradregion bekannt und erfolgreich zu werden, veranschaulichte Rolf Dieffendahl, Hotelier aus dem Rhein-Erft-Kreis. „Ich bekomme immer noch Gänsehaut, wenn ich daran denke, was wir bei uns in zehn Jahren alles erreicht haben“, so Dieffendahl. Er unterstrich die Bedeutung, welche die enge Zusammenarbeit der touristischen Leistungsträger und der Politik dabei hatte. Gastronomie und Hotels aus der Umgebung werben, arbeiten zusammen und empfehlen sich, das Angebot ist gleich und es gibt keine Konkurrenz. Neben einer umfangreichen Beschilderung gibt es einheitliche Marketingmaßnahmen sowie eine kostenlose App mit Informationen zu allen teilnehmenden Betrieben.

Dass der Wille zur Vernetzung im Städtedreieck vorhanden ist, zeigte der rege Austausch der Teilnehmer. Die Begeisterung für das Thema wurde entfacht, es gab viele Fragen und Diskussionsbeiträge. Die BEA lädt regelmäßig zu Veranstaltungen zum Thema Fahrradtourismus ein und begleitet den Prozess im Rahmen der Ziel-2-Projektförderung.

Was Gastronomen, Hoteliers und Fahrradhändler beachten müssen, um den Bedürfnissen der Radfahrer gerecht zu werden, erläutert Carolin Wulke, selbstständige Beraterin in Tourismus und Strategie, in ihrem Fachvortrag zum Thema „Von Urlaubs- und Regioradlern – Bedürfnisse unterschiedlicher Zielgruppen im Radtourismus“. An erster Stelle steht dabei, die Zielgruppe zu kennen, ein einheitliches Bild der Region zu schaffen und zu transportieren, eine darauf abgestimmte Außenkommunikation sowie die Präsenz in Off- und Online-Medien. Eine Vernetzung der Akteure hält sie für unerlässlich, um als Region erfolgreich zu sein.

Die Weichen sind gestellt

Deutlich wurde auch, dass die Weichen auf dem Weg zur Fahrradregion im Bergischen Städtedreieck gestellt sind: Bei der Infrastruktur beziehungsweise der Erschließung der Radwege sind bereits große Fortschritte gemacht worden. Das Land Nordrhein-Westfalen ist außerdem gerade dabei den Trassenverbund aus eigenen finanziellen Mitteln zu beschildern. Auch über mangelndes Interesse von Seiten der Gäste kann sich die Region nicht beklagen, wie aktuelle Zahlen belegen. Insgesamt wurden bereits über 200.000 Übersichtskarten des Streckennetzes an Interessierte verteilt. Darauf sowie auf die großen Potentiale, welche der Radtourismus für das Städtedreieck mit sich bringt, ging BEA-Geschäftsführer Bodo Middeldorf in seiner Begrüßung ein. „Für den Ruhrtalradweg konnten beispielsweise ein Gesamtbruttoumsatz von fast 27 Millionen Euro erwirtschaftet sowie 70 Arbeitsplätze im Tourismusbereich geschaffen werden“, berichtet Middeldorf, „auch bei uns wird sich der Umsatz sehen lassen können.“

Das Projekt "Bergischer Trassenverbund" wird unterstützt durch Ziel2-Fördermittel des Landes NRW.

Das Bergische Städtedreieck hat auf dem Weg zur Fahrradregion bereits große Fortschritte gemacht. Fotonachweis: Bergische Entwicklungsagentur/ Kristine Löw

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